Do fallsigud Tána bó Cualnge

p. LII

Die älteste Version findet sich im Buch von Leinster, p. 245b unter der Ueberschrift Do fallsigud Tána bó Cualnge, Von der Offenbarung der T. b. C. ...

p. LIII

[ text ]

Con comgarthá trá filid hErend do Shenchán Torpeist, dús in ba mebor leo Táin bó Cualngi inna ógi. Acus asbertatar, nad fetar di acht bloga nammá. Asbert iarum Senchán ria daltu dús cia díb no ragad ar a bennacht i tíre Letha do fhoglaim na tana berta in súi sair dar éis in chulmeinn. Dolluid Émine hua Ninene 7 Muirgen mac Senchain do thecht sair. Issed dollotar do fhertai Fhergusa meic Róig 7 sech a liic oc Énloch la Connachta. Suidid Murgein a oenur oc liic Fhergusa, acus luid cách úad do chungid taige oiged dóib colléic. Gabais Murgen tra láid don lííc amail bid Fergus fessin adgladad. A n-asbert riss iarum: Manib do liic luaichthech malgel ma (no mac) Róig ro fessin fechtaib co n-éicsib imman immanachta laithiu bruidin bé Cuailnhgi in cech fhollus a Fherguis.

Lasodain forrubai in ceó mór imbi, connach fúair a muntir co cend tri laa 7 tri n-aidche. Acus dolluid a dochum iarum intí Fergus, fo chongraim immcháin, .i. brat uanide, leíne chulpaitech co n-derggintliud, claideb órduirn, maelassai chredumai, folt dond fair. Adfét Fergus dó iarum in táin uili amail dorinhgned o thossuch co dead.

Asberat alaili imorro is do Shenchan adchoas iar troscud fri noebu síl Fhergusa, 7 ni bo machthad cid samlaid no beth.

Tiagait uli co Senchán iarum 7 adfiadat a n-imthechta dó 7 ba buidech side dííb iarum dana.

Is he-seo turem remscéla Tána bó Cualngi, .i. a dó déc, .i. de Gabáil in t-shíd(a), de Aslingi in Meic Óic, de Chophur na da muccida, de Tháin bó Regamain, de Echtra Nerai, de Chompirt Chonchobair, de Thochmurc (Ferbe), de Chompirt Conculaind, de Thain bó Flidais, de Thochmurc Emiri. Atberat dana is di remscelaib de Thecht Conculaind do thaig Culaind cherdda, de Gabail gascid do Choinchulaind, acus dia dul i carpat, dia hald Cúchulaind do Emain Macha cosna maccu. Acht is i curp na tána adfiadtar na tri sceóil dedencha sa.

 

[ translation ]

"Da wurden aber Irlands Dichter von Senchán Torpeist zusammengerufen, ob sie die Táin bó Cúalngi in ihrer Vollständigkeit im Gedächtniss hätten. Und sie sagten, dass sie von ihr nur Stücke wüssten. Senchán sagte darauf zu seinen Schülern, wer von ihnen für seinen Segen in die Lande von Letha gehen würde, um die Táin zu lernen, die der Gelehrte für den Culmenn ostwärts genommen hatte.1 Es ging Émine

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1/ Worauf sich dieser Satz bezieht, ist dunkel. Nach O'Curry Ms. Mat. p. 32 bedeutet cuilmenn eine Kuhhaut, dann ein Buch. Die letztere Bedeutung wird namentlich verbürgt durch eine Eintragung im Leabhar

p. LIV

Enkel des Ninene und Muirgein Sohn des Senchán, ostwärts zu wandern.

Zu dem Grab des Fergus mac Roig und vorbei an seinem Stein bei Énloch in Connacht gingen sie. Murgein setzt sich allein bei dem Steine des Fergus hin, und alle gingen von ihm, inzwischen ein Gasthaus für sie zu suchen. Murgein aber sang ein Lied an den Stein, als wäre es Fergus selbst, den ein anredete, indem (?) er dann zu ihm sagte: 'Wenn es nicht ist einem Steine . . . , o Fergus!'

Darauf legte sich der grosse Nebel um ihn, so dass em seine Leute nicht fand bis zum Ende von drei Tagen und drei Nächten. Und der Fergus ging dann zu ihm, in sehr schönem Aufzug, nämlich ein grüner Mantel, ein mit Kapuze versehener Leibrock mit Einziehung von rothen (Faden), ein Schwert mit Goldgriff, Schuhe von Bronze, braunes Haar auf ihm. Fergus erzählte ihm darauf die ganze Táin, wie sie ausgeführt worden war, von Anfang bis zu Ende.

Andere sagen aber, dass sie dem Senchán verkündet worden ist, nachdem er zu den Heiligen aus Fergus' Samen gefastet hatte, und es wäre nicht zu verwundern, wenn es sich so verhielte.

Alle gehen dann zu Senchán und erzählen ihm ihre Fahrten, und er war darauf auch zufrieden mit ihnen.

Dies hier ist eine Aufzählung der Vorgeschichten der Táin bó Cúalngi, nämlich ihrer zwölf: von dem Besitzergreifung des Síd,2/ vom Traum des Mac Óc3/, vom Wettstreit der zwei

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Breac, Facs. p. 60 am unteren Rande, in der dieses Ms. selbst so genannt wird: promha pind d'Ferghal mac Uilliam for in cuilmend oll. Mir scheint dar éis in dem obigen Satze nicht "hinter, nach", sondem "für" zu bedeuten. Darnach könnte der sui eine in alten Zeit vorhandene Handschrift der Táin für eine cuilmenn genannte (kirchliche) Handschrift eingetauscht haben?

1/ Die Worte sind unverständlich.

2/ De gabail in t-shida LL. p. 245b, 41, vgl. A. Nutt, Voyage of Bran I 211, u. s. w.

3/ "Aislinge Oengusso", ed. Ed. Müller, RC III 342.

p. LV

Schweinehirten,1/ von dem Rinderraub des Regaman/2, von dem Abenteuer des Nera,3/ von der Empfängniss Conchobar's,4/ vom Freien um Ferb,5/ von der Empfängniss Cuchulinn's,6/ vom Rinderraub der Flidais,7/ vom Freien um Emer8/. Sie sagen auch, von den Vorgeschichten sei: über Cuchulinns Gang nach dem Hause Culand's des Schmiedes, wie Cuchulinn die Waffen empfing und wie er in den Wagen ging, als Cuchulinn nach Emain Macha zu den Knaben gegangen war. Allein diese letzten drei Geschichten werden im Corpus der Táin erzählt."

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1/ "De cophur in dá muccida", ed. E. Windisch, Ir. Texte III 230.

2/ "Táin bó Regamain", ed. E. W. IT II 2, 224.

3/ "Echtra Nerai", ed. K. Meyer, RC X 212.

4/ "Compert Conchobuir", ed. K. Meyer, RC VI 173.

5/ "Tochmarc Ferbe, ed". E. W., IT III 445.

6/ "Compert Conculaind", ed. E. W., IT 133, vgl. L. Duvau, RC IX 1.

7/ "Táin bó Flidais", ed. E. W., IT II, 206.

8/ "Tochmarc Emire", ed. K. Meyer, RC XI 433, s. desselben Uebersetzung des volleren Textes in Eleanor Hull's Cuchullin Saga p. 55. — Dies sind nur zehn Vorgeschichten. Nach H. Zimmer, Kuhn's Ztschr. XXVIII 485, würden die beiden fehlenden Vorgeschichten Táin bó Fraich LL. p. 248a, 11 and Fochond loingse Fergusa meic Roig LL. p. 252b, 6 (unvollständig) sein, deren Text im Buch von Leinster inmitten der anderen Vorgeschichten geschrieben ist. Für das Verständniss der Táin sind aber wichtiger Nóinden Ulad (ed. E. W., Berichte der K. Sächs. Ges. d. Wissensch. 1884, S. 836, und bei O'Grady, Silva Gadelica) und Longes Mac n-Usnig (IT I, S. 59, II 2, S. 109).



Published: Ernest Windisch, "Do fallsigud Tána bó Cualnhge, Von der Offenbarung der T. b. C.", in: TBC, Leipzig 1905, pp. LIII—LV.



Last updated 9. II. 2005 Home Email