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05.10.2008

Mühlner Motorsport stark in Nogaro

Vosse und Jirik durch Abschuss in letzter Runde um Podium betrogen

Francorchamps / Nogaro. Das im belgischen Spa-Francorchamps ansässige Mühlner Motorsport Team nahm an der fünften Veranstaltung der FIA GT3 Europameisterschaft in Nogaro (Frankreich) mit zwei Porsche 911 GT3 Cup S teil.

Der in England lebende Kanadier Mark Thomas teilte sich in Nogaro den Porsche GT3 Cup S (Startnummer 39) mit dem Belgier Jean-Francois Hemroulle, mit dem die beiden beim 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps in der GT3 Division siegten.

Ein weiterer Belgier fuhr bei Mühlner Motorsport: Vincent Vosse teilte sich mit dem Tschechen Jaromir Jirik den Porsche (Startnummer 40) mit dem Tim Bergmeister die Deutsche GT3 Meisterschaft, das ADAC GT-Masters, gewinnen konnte.

Mit diesen Fahrerpaarungen war man bei Mühlner Motorsport sehr optimistisch und in beiden Qualifyings waren Vosse / Jirik dann auch schnellster Porsche im Feld.

Im ersten Rennen konnten sich beide Mühlner Porsche anfänglich nicht im Verkehr behaupten und blieben im Mittelfeld stecken. Jirik verlor im Kampf mit einem langsameren Konkurrenten der ihn aufhielt einige Plätze als ein Überholmanöver fehlschlug. Nach den Fahrerwechseln (#39  von Thomas auf Hemroulle und #40 von Jirik auf Vosse) war der Rückstand zu den Top Ten einfach schon zu groß und mehr als Rang 12 und 14 konnte nicht erzielt werden.

So ruhten nun die Hoffnungen auf dem zweiten Rennen am Sonntag. Vosse hatte den Mühlner Porsche in die 3. Startreihe gestellt und Hemroulle hatte ebenfalls eine gute Ausgangsposition. Vosse konnte seine Position halten und die Pace an der Spitze mitgehen. Hemroulle blieb hingegen im Verkehr hängen, wie Jirik und Thomas am Vortag. Bei einem Überholversuch beschädigte er sich den Kühler und musste aufgeben.

Teamchefin Renate-Carola Mühlner ließ Vosse so lange als nur irgendwie möglich auf der Strecke, während die Wettbewerber ihre Boxenstopps absolvierten. Erst ganz am Ende des erlaubten Zeitfensters rief sie Vosse zum Boxenstopp, der in dieser Phase des Rennens weitere Zeit gutmachen konnte.

Nachdem dann alle ihre Pflichtstopps absolviert hatten lag der Mühlner Porsche auf dem fünften Rang nur 6 Sekunden hinter dem Vierten. Jirik konnte aufschließen und kam auf Platz vier. Das Set Up des Mühlner Porsche erlaubte es Jirik voll zu fahren, ohne dass die Reifen abbauten während viele am Ende des Rennens deutlich langsamer wurden. So kam Jirik auf den 3. Platz vor und hielt die Konkurrenz hinter sich, bis zur letzten Kurve der letzten Runde. Der Viertplazierte sah keine andere Möglichkeit am Porsche vorbeizufahren, als diesen unfair von der Strecke zu drängen. Ehe der Porsche wieder aus dem Kiesbett raus kam, huschten drei Verfolger durch und Jirik fiel vom Podium auf den sechsten Platz zurück.

„Wir hatten den sechsten Startplatz und wurden schließlich Sechste im Rennen. Mit einem Porsche ist beides in der FIA GT3 Europameisterschaft ein gutes Resultat, aber wenn man in der letzten Kurve abgeschossen wird und damit ein sicherer Podiumsplatz verloren geht, ist dass sehr enttäuschend", fasst Teamchefin Renate-Carola Mühlner das Wochenende zusammen.

Die Sportkommissare sprachen später noch eine Zeitstrafe gegen den Unfallverursacher aus, wodurch dieser aus den Punkten fiel und der Mühlner Porsche auf den fünften Platz kam.