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19.5.2008

Mühlner Motorsport mit zwei Porsche in Monza
Doppelsieg in der Markenwertung im ersten Lauf

Francorchamps / Monza. Das im belgischen Spa-Francorchamps ansässige Mühlner Motorsport Team nahm an der zweiten Veranstaltung der FIA GT3 Europameisterschaft mit zwei Porsche 911 GT3 Cup S teil.

Der in England lebende Kanadier Mark Thomas teilte sich in Monza den Porsche GT3 Cup S (Startnummer 39), mit dem Tschechen Jara Jirik, der seit der Entstehung der GT3 EM regelmäßig erfolgreich auf unterschiedlichen Fabrikaten angetreten ist.

Tom Cloet (Belgien) und Tim Bergmeister (Deutschland) fuhren den Porsche mit der Startnummer 40, mit dem Bergmeister mit seinem Bruder Jörg in Oschersleben so erfolgreich beim ADAC GT Mastes unterwegs war.

In den Freien Trainingssitzungen am Freitag dürfen grundsätzlich nur die Reifen der vorangegangenen Veranstaltung verwendet werden. Während die Startnummer 39 noch über die zwei Silverstone – Reifen – Sätze verfügte, war für die 40 nach den Unfällen in Silverstone nur noch ein einziger Satz in schlechtem Zustand verfügbar. Insofern war es für Bergmeister und Cloet schwierig fundierte Aussagen zum Fahrverhalten zu machen: „Wir hatten hier in Monza das gleiche Untersteuern wie in Silverstone, obwohl wir das in Oschersleben beim ADAC GT Masters nicht gehabt haben. Meine Set Up Wünsche zielten alle in die Richtung, das Untersteuern abzustellen, " berichtet Tim Bergmeister.

Im Qualy sollte sich dann herausstellen, dass das nicht der richtige Weg gewesen war. Die herausgefahrenen Startpositionen waren entsprechend schlecht: Beide Mühlner Porsche standen für beide Rennen nur im hinteren Mittelfeld.

Mit guten Starts und schnellen Runden fuhren die Startfahrer Thomas (#39) und Bergmeister (#40) aber ins vordere Feld vor und konnten Zeit gutmachen, die dann allerdings in einer Safety Car Phase leider wieder verloren ging. Nach den Boxenstopps übernahmen Jirik bzw. Cloet die Fahrzeuge. Jirik kam immer besser zurecht, während Cloet auch noch von einem Verfolger in der Parabolika aus dem Weg geräumt wurde und dadurch viel Zeit verlor. Schließlich lief Jirik auf Rang 13 noch vor Cloet auf 16 ein. Immerhin bescherte das der Mühlner Motorsport Mannschaft einen Doppelsieg in der Porsche Markenwertung, für den Thomas / Jirik einen Pokal auf dem Siegerpodest überreicht bekamen.

Beim zweiten Rennen wurde die Reifenwahl zur Lotterie. Aber das ganze Feld ging schließlich auf Regenreifen in die Einführungsrunde. Bedingt durch die schlechten Qualifikationsergebnisse hatten die beiden Mühlner Porsche beim fliegenden Start schon fast 40 Sekunden Rückstand auf die Führenden. Startfahrer Tom Cloet hielt sich aus allen Rangeleien raus. „Ich wollte nicht den vierten Unfall im vierten Rennen erleben, daher bin ich sehr vorsichtig gefahren", erklärte Cloet später. Nach dem Boxenstopp wurde Bergmeister, der auf Regenreifen geblieben war, dann von einem Ferrari abgeschossen und musste den beschädigten Porsche abstellen. Die Unfallserie bei der Startnummer 40 setzte sich also fort.

Bei Fahrerwechsel der Startnr. 39 entschied sich das Mühlner Team für Slicks. Mark Thomas übernahm von Jara Jirik und konnte am Ende des Rennens voll auftrumpfen.  Thomas machte über zehn Plätze gut und wurde schließlich als sehr guter 12. von 38 Teilnehmern abgewunken.